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Kartenpreise gegen Einkaufskosten: Die Gastro-Preisschere in der EU
In 16 EU-Staaten stiegen die Preise in Restaurants und Cafés von 2022 bis 2025 stärker als die Preise für Lebensmittel. In Deutschland wuchs der Umsatz der Gastronomie nur nominal, real sank er.
Datum: 24. Oktober 2026Thema: GenussAuftraggeber: Eine Studie von gastrokunde.de in Zusammenarbeit mit dem MLK-Institut.
Wichtigste Ergebnisse
- 1In 16 Mitgliedstaaten mit vergleichbaren Daten verteuerten sich Restaurants, Cafés und Kantinen von 2022 bis 2025 stärker als Lebensmittel. In 8 Staaten war es umgekehrt, darunter Frankreich, Italien und Spanien.
- 2Unter den Staaten mit Wert für 2022 stiegen die Kartenpreise in Ungarn am stärksten: Der Index lag 2022 bei 68,56 Punkten (2025 = 100), bei Lebensmitteln bei 79,02 Punkten.
- 3In Deutschland zogen die Kartenpreise von 2023 bis 2025 kräftiger an als Lebensmittel: Der Gastronomieindex stand 2023 bei 90,05 Punkten, der Lebensmittelindex bei 96,27 Punkten.
- 4Strom bleibt für deutsche Betriebe teurer als im EU-Schnitt. Im Band IB kostete er im zweiten Halbjahr 2025 in Deutschland 0,2618 Euro je kWh, in der EU-27 0,2179 Euro.
- 5Der reale Umsatz der deutschen Gastronomie sank von 130 Punkten 2022 auf 128,1 Punkte 2025 (2021 = 100). Der nominale Umsatz stieg im selben Zeitraum von 139,7 auf 157 Punkte.
- 6Die Arbeitskosten im Gastgewerbe stiegen in Deutschland von 113,4 Punkten 2022 auf 131,1 Punkte 2025 (2020 = 100), in der EU-27 von 104,9 auf 122,4 Punkte.
Methodik
- Datenquelle
- Eurostat: prc_hicp_ainr (Preisindizes), sts_setu_a (Gastronomieumsatz), nrg_pc_205 (Strompreise), lc_lci_r2_a (Arbeitskosten).
- Umfang
- Ausgewertet werden die EU-27 und die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene. Ein Staat geht nur dann in einen Vergleich ein, wenn beide Werte vorliegen.
- Stichtag
- Alle Daten wurden am 24. Oktober 2026 abgerufen. Gastronomiepreise, Lebensmittelpreise und Umsätze sind Jahreswerte für 2022 bis 2025.
- Art der Studie
- Die Reihen wurden über Staat und Zeitraum verknüpft. Rechnerisch verglichen werden nur Werte mit gleicher Einheit und gleichem Basisjahr.
- Einschränkungen
- Der HVPI misst Verbraucherpreise, nicht die Einkaufspreise von Gastronomen im Großhandel. Das Strompreisband ist nicht auf die Gastronomie zugeschnitten. Die Arbeitskosten schließen die Beherbergung ein. Das Umsatz-Basisjahr 2021 fällt in die Zeit der Corona-Einschränkungen. Unterschiede zwischen Regionen und Städten innerhalb eines Staates bilden die Daten nicht ab.
- Prüfung
- Alle Werte wurden unverändert aus den Eurostat-Tabellen übernommen. Werte mit unterschiedlichem Basisjahr werden nicht miteinander verrechnet. Fehlende Tabellenwerte wurden weder geschätzt noch als null gezählt.
Zitierhinweis
Quelle: gastrokunde.de / MLK-Institut, Kartenpreise gegen Einkaufskosten: Die Gastro-Preisschere in der EU 2026, Daten: ec.europa.euPressekontakt
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Andreas Malkow
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